Fetischismus
Der Fetischismus ist bereits seit dem Altertum bekannt und äußert sich in vielen Varianten. Die meisten Naturvölker der Erde verehren zahlreiche unterschiedliche Objekte und Dinge, denen sie übernatürliche Kräfte zuschreiben (religiöser Fetischismus).
Im sexuellen Bereich spielt der Fetischismus eine besondere Rolle und kommt vor allem im BDSM Bereich vor.
Sexueller Fetischismus
Hier findet sie sexuelle Stimulation und Steigerung der Erregung vorwiegend über die Benutzung bestimmter Objekte, Düfte oder Körperteile – die Fetische – statt.
Diese Veranlagung ist keine Krankheit sondern eher eine sexuelle Präferenz, kann aber unter ungünstigen Umständen zu einer Zwangsstörung werden. In diesem Fall wendet sich der Fetischist nur noch seinem verehrten Objekt zu (Ersatzbefriedigung) und von seinen bisherigen Partnern und dem sozialen Umfeld ab. Ohne den Fetisch kann er nicht mehr in sexuelle Erregung versetzt werden. Die Störung ist heute bereits gut behandelbar.
Arten von Fetischen
Das Wort Fetisch setzt sich aus den Begriffen „facere“ (lat.) und „feitico“ (port.) zusammen und bezeichnet Dinge, die auf den Fetischisten eine große Anziehungskraft ausüben. Sie werden oft exzessiv gesammelt.
Zu den bevorzugten Fetischen gehören Kleidung (Slips, BH`s, Strümpfe – auch getragen), Schuhe (vorwiegend elegante Pumps oder Stiefel mit hohen Absätzen) und Stoffe, wie Leder, Seide oder Spitze.
Besonders beliebt sind dabei sexy Unterwäsche und besondere Kleidungsstücke aus Latex, Lack oder Leder. Sie werden in zahlreichen Varianten sowie unterschiedlichen Größen bzw. Ausführungen angeboten und sind Teil erotischer oder devoter Rollenspiele.
Körperfetischisten werden hauptsächlich von dem Anblick von Körperteilen wie Füßen, Händen, Brüsten oder Beinen erregt. Sie begrenzen diese Leidenschaft dabei nicht nur auf den Körper des eigenen Partner, sondern geraten auch bei fremden Personen mit entsprechenden Merkmalen des bevorzugten Fetisch in sexuelle Erregung.
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