Sexspielzeug und Fetisch
Sexspielzeuge – vom medizinischen Hilfsmittel zum erotischen Highlight
Sexspielzeuge waren über viele Jahrzehnte hinweg etwas „Anrüchiges“ oder „Verbotenes“, das nur hinter verschlossenen Türen benutzt wurde.
Dildos und anderes Zubehör zur Befriedigung sexueller Fantasien wurden noch vor und während des 20. Jahrhunderts als rein medizinische Hilfsmittel angesehen, die – zu jener Zeit als “abartig” angesehene – sexuelle Spannungen abbauen sollten.
Erst nach dem zweiten Weltkrieg lockerte sich die Gesinnung der europäischen Bevölkerung etwas, wozu auch die “Flower-Power-Bewegung” beitrug.
Eine Vorreiterin für offene Sexualität und deren Spielarten war Beate Uhse. Die ehemalige Pilotin und selbständige Unternehmerin publizierte bereits im Jahr 1947 einen Ratgeber für Sexualität in der Ehe. Gegen den Widerstand der deutschen Honoratioren eröffnete sie im Jahr 1962 den ersten deutschen Sexshop in Flensburg – damals unter dem braven Namen “Fachgeschäft für Ehehygiene“.
Damit legte Beate Uhse den Grundstein für einen der umsatzstärksten Geschäftszweige überhaupt und bewies allen Zweiflern und Kritikern, dass Sexspielzeuge und die Erfüllung sexueller Wünsche weder unnatürlich noch abartig sind.
Heute gehören Sexspielzeuge, erotische Wäsche und Filme o.ä. zu ganz normalen Gebrauchsgütern, die immer wieder frischen Wind in eingelaufene Beziehungen bringen.
Sie sind in gut sortierten Erotik- und Onlineshops oder speziellen Katalogen erhältlich.

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